Skataufgabe Januar 1999

Wahnsinn! Bei dieser Skataufgabe hatten wir bereits am dritten Tag mehr Lösungsvorschläge zugesandt bekommen, als bei der vorigen in zwei Monaten! Allen Einsendern an dieser Stelle ein herzlichstes Dankeschön!

Die Gewinner sind:

  1. Marco Scholz (SC Paloma)
  2. Werner Hack

Aufgabe Juni 1999

Vorhand hat folgendes Blatt:

Kreuz Bube Pik Bube Herz Bube Kreuz 10 Kreuz Dame
Kreuz 9 Kreuz 8 Kreuz 7 Herz 10 Karo König

Sie erhält das Spiel nach gehaltenen 66. Sie findet im Skat:

Herz 7 Karo Ass

Vorhand drückt Herz 10 und 7. Es ergibt sich folgender Spielverlauf:

  1. Kreuz 7 Pik Ass Kreuz König ( - 15 )
  2. Kreuz Ass Kreuz 8 Pik 10 ( - 21 )
  3. Karo Bube Herz Bube Pik 7 ( + 4 )
  4. Karo König Herz Ass Karo 10 ( - 25 )

Das ergibt 61 Augen für die Gegenspieler.

Aufgabe:

Hätte Vorhand doch besser ein Kreuz (mit sicherem Schneider) gespielt? Oder hat Vorhand einen (oder sogar zwei??) Fehler gemacht? Bitte begründe Deine Antwort.

Lösung

Tatsächlich hat der Alleinspieler zwei Fehler gemacht. Da er aber sein Spiel immer gewinnt, wenn er "nur" einen dieser zwei Fehler begeht, hat jeder Skatfreund, der wenigstens einen dieser beiden Fehler entdeckt hat, an der Verlosung teilgenommen.

Natürlich ist dieser Grand unverlierbar. Der Alleinspieler gibt maximal drei Stiche ab, in denen die Gegenspieler einen König (Kreuz) einbringen müssen. Drückt der Alleinspieler statt der Herz Lusche den Karo König, bringt er selbst 0 Augen in die Stiche der Gegenspieler ein. Somit können die Gegenspieler maximal 57 Augen in ihren Stichen erhalten (Drei Asse, zwei 10er und einen König). Also ist der Grand unverlierbar.

Ein weiterer Fehler des Alleinspielers war, dass er nicht einen Buben vorgespielt hat. Dadurch wird das spielentscheidende Einspiel im dritten Stich erst möglich. Zieht der Alleinspieler im ersten Stich den Karo Buben ab und spielt erst im zweiten Stich die Kreuz 7 an, kann er - nachdem die Kreuz geklärt sind - entscheiden, ob er den vierten Stich trumpft oder ob er den Karo König abwirft. Auch dann ist das Spiel unverlierbar.

Abschließend sei noch bemerkt, dass der Alleinspieler Kreuz nicht mehr spielen kann, da er sich damit überreizt hätte (mit 3 Spiel 4 Schneider 5 = 60 bei gereizten 66).